Plattformen statt Projekte | Prof. Dr. Jörn von Lucke
Prof. Dr. Jörn von Lucke ist Professor für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik und Institutsleiter des Open Government Institute an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Im Interview auf dem Digitalen Staat spricht er über den Wandel hin zu einer nachhaltigen digitalen Verwaltung. Sein zentraler Punkt: Weg von kurzfristigen Projekten, hin zu langfristig angelegten Produkten mit klaren Verantwortlichkeiten und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
Zugleich fordert von Lucke eine harmonisierte Plattform- und Datenarchitektur. Standardisierte Schnittstellen, gemeinsame Basiskomponenten und moderne Register seien die Grundlage für Effizienz und nutzerfreundliche Services. Dabei müsse Datenschutz von Anfang an mitgedacht werden, ebenso wie Missbrauchsresistenz als zentrales Architekturprinzip.
Große Chancen sieht er in plattformbasierten Lösungen, die Kosten senken und Zusammenarbeit erleichtern. Gleichzeitig warnt er vor neuen Abhängigkeiten und föderalen Spannungen. Entscheidend sei daher eine gemeinsame, nachhaltig finanzierte Infrastruktur über alle Ebenen hinweg.






